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Banner ZKB Laufcup: Das Radio-Duell

Die beiden Privatsender Radio 1 und Radio Zürisee spannen zusammen und lancieren gemeinsam mit der Zürcher Kantonalbank ein Duell der besonderen Art. Im Rahmen des ZKB ZüriLaufCup müssen die beiden Teams möglichst viele und selbstverständlich möglichst schnelle Wettkampf-Kilometer absolvieren. Wer Ende September am meisten Punkte auf dem Konto hat, gewinnt das Radio-Duell.

Das Team Radio 1 besteht aus den Morgenmoderatoren Marc Jäggi und Dani Wüthrich sowie dem Redaktor Adrian Sutter. Beim Team Radio Zürisee kämpfen die Moderatorin Isabelle Meier und die beiden Moderatoren Simon Berginz und Mario Steiner um Punkte. Holen kann man sich diese bei den 13 Läufen des ZKB ZüriLaufCup. Jeder Kilometer gibt einen Punkt, ebenfalls gewertet werden die schnellsten drei Zeiten. Wer nach dem letzten Lauf am 30. September am meisten Punkte auf dem Konto hat, gewinnt das Radio-Duell und wird eine ganze Morgenshow lang vom unterlegenen Team verwöhnt.

Punktestand

Radio 1: 164
Radio Zürisee: 145

Laufgemeinschaften gesucht!

Niemand vom Radio1-Team will mit Marc Jäggi, Dani Wüthrich und Adi Sutter über Mittag joggen gehen! Dabei müssen die drei dringend für das ZKB ZüriLaufCup Radio-Duell trainieren. Können die Jungs bei euch mitmachen? Wir suchen Laufgemeinschaften, die über Mittag dem Büroalltag entfliehen und gemeinsam joggen gehen.

Joggen mit dem Radio 1 Team

Fima*
Ansprechperson*
E-Mail*
Telefon*
Kurze Beschreibung der Laufgemeinschaft*

* Diese Zeilen müssen zwingend ausgefüllt werden.

20. Juni 2018 - Was ist aus mir geworden?! (Simon Berginz, Radio Zürisee)

„Das ist doch was für Leute die schlechten Sex und keine Freunde haben. Menschen die wirklich das Leben nicht geniessen können, tun so etwas. Zu denen gehöre ich sicher nicht!“ Das waren meine Gedanken, wenn mir vielleicht vor zehn Jahren Läuferinnen und Läufer begegnet sind. Wahrscheinlich waren die Gedanken nicht ganz so radikal aber mich am GP von Dübendorf oder Flughafenlauf zu sehen? Pha, forget it, niemals! Was ist also aus mir geworden? Tatsächlich ein Mann der schlechten Sex und keine Freunde hat? Habe ich verlernt, das Leben zu geniessen? Ich kann euch beruhigen, nein! Jedoch geht so einiges, seit ich mich verpflichtet habe, Teil dieses Radioduells zu sein. Ich trainiere wirklich regelmässig. Das war anfangs schwierig. Der Wettkampfgedanke hat aber einiges dazu beigetragen, dass sich das ändert. Training ist nicht täglich, aber ich finde doch regelmässig Zeit um laufen zu gehen und Kraftübungen zu machen.

Der Lohn sind hier offensichtlich die Resultate wie beispielsweise am Flughafenlauf (17km, ca. 1h 34min). Aber wisst ihr, eigentlich ist das nebensächlich. Denn etwas viel besseres ist passiert. Ich fühl mich leichtfüssiger, vitaler. Gehe im Berufsleben die Dinge mit viel mehr Lockerheit und Energie an. Ich habe Power, von der ich früher nicht mal geträumt habe. Klingt nach Gehirnwäsche? Finde ich auch, ja. Ich mach mir aber keine Sorgen. Der „alte“ Simon ist schliesslich immer noch da. Der, der gerne mit Fussballfreunden nach dem Spiel ein, zwei Bierchen trinkt. Derjenige, der nach wie vor nicht nur auf die Kalorienangaben schaut beim Essen. Und ja, auch jener, der hin und wieder eine Zigarette raucht. Dass letzteres nicht gesund ist, weiss ich. Aber… lassen wir das. Aktuell ist es richtig und gut so, wie es ist. Aber allenfalls muss ich nochmal etwas ändern. Coach Markus Ryffel meinte nämlich, wir müssten uns mal noch über das Thema Ernährung unterhalten. Hoffentlich nicht allzu bald.

13. Juni 2018 – Weniger ist (manchmal) mehr (Dani Wüthrich, Radio 1)

Nachdem mich der sportliche Ehrgeiz packte und ich am 3. März voll motiviert zum Laufsporttag in Winterthur antrat, musste ich mir in den folgenden Tagen und Wochen leider eingestehen, dass es wohl zu viel für mein lädiertes Knie war.

Nein, Sport ist nicht Mord! Aber Geduld ist gefragt. Nicht jedermanns Stärke. Auch meine nicht.

Und so sass ich nun dank meines übereifrigen Sportler-Egos mit einem geschwollenen Knie und einem Trainingsrückschritt von zwei bis drei Monaten da.

Wer nicht hören will, muss fühlen. 

Jaja lieber Physiotherapeut, du hast ja recht! Ab sofort widme ich mich ganz geduldig dem (wieder-)Aufbau meines Knies.

Nachdem ich über längere Zeit brav meine Zeit auf dem hightechAnti-Schwerkraft-Laufband „abgesessen“ habe und sich nach weiteren Trainingseinheiten endlich erste Fortschritte bemerkbar machten, wurde ich quasi wieder in die freie Wildbahn entlassen.  

Es wartete die Finnenbahn! Der weiche Untergrund sei gut für die Gelenke…sagt man! 

Wie ein Rennpferd stand ich also am Start – bereit für eine neue Bestzeit. Aber Achtung! Auch eine Rennstrecke wie diese hält Gefahren bereit. 

Niedliche kleine Löcher, kaum zu sehen im Schatten des Waldes, laden herzlich zum Verknacksen des Fussgelenks ein!

Natürlich habe ich dankend abgelehnt und bin den fiesen Stellen flink ausgewichen (man stelle sich jetzt bitte eine junge Gazelle vor).

Ok, genug der Träumerei.

Jedenfalls war ich am letzten Samstag wieder fit für den Zumiker Lauf. 

Resultat: Letzter meiner Alterskategorie.

Ja das tut weh.

Dieses Mal jedoch nicht meinem Knie…also: Ziel erreicht!

6. Juni 2018 - Sport ist Mord (Isabelle Meier, Radio Zürisee)

Ist der Titel auch Programm? Ein guter Reim für faule Leute oder doch die Wahrheit? Ich gebe zu - Mord tönt zu drastisch und übertrieben. Aber immer wieder mal überanstrengen oder verletzen sich Menschen beim Ausüben ihres Lieblingssports. Und auch das gehört leider dazu. Sonst würde vermutlich jeder Sport machen – so ohne Risiko und Anstrengung.

Viele von euch haben bestimmt erfahren, dass es mir in letzter Zeit nicht immer gut ging. Deshalb ist am Flughafenlauf z.B. auch Radio Zürisee-Hörer Fredi Schmid als Ersatz für mich mitgelaufen und deswegen hat man von mir im Radio und besonders betreffend Radio Duell nicht mehr viel gehört.

Während den letzten acht Wochen bin ich nun zum dritten Mal für längere Zeit krank – und wie schon einmal gesagt „ich bin suscht nie chrank“. Ob diese Krankheit nur per Zufall immer nach dem Ausdauertraining wieder kam oder ob mein Körper mit dieser Belastung tatsächlich nicht klar kommt, kann weder ich noch der Arzt zu 100 Prozent sagen.

Der Respekt davor dies bis ans Limit zu testen ist aber zu gross um es zu versuchen. Deshalb habe ich mich in Absprache mit meinen Ärzten dazu entschieden, dass es besser ist, wenn ich diese Laufsaison aussetzen resp. frühzeitig beenden werde. 

Ich danke allen für das Verständnis und werde mein Team solange ich noch krank bin, geistig, und später auch direkt an der Laufstrecke anfeuern.

 

30. Mai 2018 – Laufen verändert.

Das Radioduell macht Spass. Selbstverständlich auch, weil Team Radio 1 mit einem hauchdünnen Vorsprung auf Team Radio Zürisee die Challenge knapp anführt. Natürlich. Wir haben mit Adi Sutter einen süchtigen Spitzenläufer, der auch beim Knall einer Kaugummiblase losrennt, aber Team Radio 1 hat eben auch mich, Kampfname „Oldtimer Walze“. Mit – ich erwähnte es jederzeit gerne und ungefragt – 42 Jahren bin ich natürlich mit riesigem Abstand der Seniorläufer. Team Zürisee, regelmässige Hörer und Leser haben es mitbekommen – hat sich dank seinem Joker Fredi (73) bis auf ein paar Punkte an das Zürcher Team Radio 1 heran bewegt. Grosser Nachteil: Der Joker Zürisee ist weg. Das unbestätigte Gerücht macht die Runde, Radio 1 wolle seinen Joker im September zücken und den Gegner damit endgültig zerstören. Ob mit „Oldtimer Walze“ von „zerstören“ die Rede sein kann, steht auf einem anderen Blatt. Soviel zum Stand der Dinge im ZKB ZüriLaufCup Radio-Duell.

Laufsport ist aber weit mehr als Wettkampf. Laufen verändert Menschen. Nicht nur zum Guten um den Positivbetern die Begeisterungspropaganda kurz zu torpedieren. Aus mir hat der Laufsport und vor allem die regelmässige Teilnahme an Laufwettbewerben einen Mini-Messi gemacht. (Nicht den Fussballspieler). Sehr zum Ärger meiner Familie grassiert bei mir die Sammelwut! Ich bin zum Trophäenjäger geworden und mangels Spitzenplätzen bei Wettkämpfen sind diese Trophäen halt Startnummern, Erinnerungs-Medaillen und Finisher-Shirts. Feinsäuberlich sortiere ich die Startnummern mit meinem Namen drauf nach Datum der Veranstaltungen und schwelge regelmässig in Erinnerungen an mehr oder weniger freudige Momente an de ZKB ZüriLaufCup Läufen. Und auch die teils originellen T-Shirts, die man am Ziel viel zu gross oder viel zu klein entgegen nimmt, sind ein liebgewordenes Souvenir geworden und ich trage doch beim Training das eine oder andere Finisher-Shirt voller Stolz spazieren. Besonders grosse Freude habe ich an der Erinnerungs-Medaille des Zürich Marathon City-Run. Nie hätte ich gedacht, dass ein „billiger” Metall-Plämpu in meiner Wohnung plötzlich einen Ehrenplatz erhält. Tja, laufen verändert. Es macht ein bisschen gesünder. Und auch ein bisschen eigenartiger.
Moment! Was macht die Flughafenlauf-Startnummer plötzlich im Altpapier??? Der Beweis: Nichtläufer verstehen uns Spitzenathleten nicht. Wir sehen uns. Am 35. Zumiker Lauf, am Samstag, 9. Juni 2018.

23. Mai - Der Weg ist das Ziel (Mario Steiner, Radio Zürisee)

Eine Erkenntnis: Während dem Radioduell braucht es viel Eigendisziplin. Unter der Woche muss man sich Termine im Kalender machen, sonst gibt es mit Sicherheit kein Training. Das heisst immer wieder dran bleiben und sich selber motivieren Dinge zu tun, die ich vor einem Jahr nicht getan hätte. Ausserdem ist schon bald Halbzeit und bis jetzt habe ich das Gefühl, die Zeit vergeht wie im Fluge.

Was ich aber auch merke. Die eigenen Fortschritte sind enorm. Zuerst waren ein paar Minuten Laufen schon ein Stress. Dann geht das von Mal zu Mal bisschen besser. Und ohne zu merken, läuft man auf einmal nicht nur 30 Minuten, es kann gleich mal eine Stunde mehr sein. Und der Hügel der da noch auf der Strecke wäre – den man sonst nicht auch noch gemacht hätte – reizt einem plötzlich. Also nehmen wir den Hügel noch mit ins Trainingsprogramm.

Was mir aber besonders gefällt nach den ersten Läufen am ZKB ZüriLaufCup. Es ist nicht nur das Training und die Fortschritte die einem selbst motivieren. Es sind vor allem auch die Begegnungen an den Läufen an denen man teilnimmt. Wenn wir uns untereinander austauschen, gibt es immer wieder vieles zu lernen. Und wenn man dann noch mit den Senioren über ihre Läufererlebnisse spricht, dann hat man manchmal das Gefühl, dass man selber mit Laufen noch genau nichts erreicht hat. Aber wie oben erwähnt, sehe ich ja schon eigene Erfolge und bin stolz auf mich. Also ich habe nicht Nichts erreicht – ich bin auf einem guten Weg.

Da ich schon im Januar 2018 begonnen habe, mich regelmässig und bewusst sportlich zu betätigen, war das sicherlich eine gute Grundlage – auch für meinen später erfolgten Laufeinstieg. Und dann war da der Flughafenlauf in Kloten. Mit 17km eine Distanz, die mir offen gesagt ein bisschen Bauchweh gemacht hat. Aber…

Die Glücksgefühle beim Zieleinlauf waren so dermassen gross. Das war für mich ein riesiger Erfolg und ich war richtig zufrieden mit mir selbst.  Ich lief 17 Kilometer am Stück. WOW. Das hätte ich niemals gedacht, dass es mir in so kurzer Zeit gelingt eine solche Strecke zu bewältigen. Und das Allerbeste im Moment: Da geht noch mehr! Und ich bin froh, dass man aus diesen Teilerfolgen immer wieder neue Motivation nehmen kann. Denn der Weg ist noch weit – aber der Weg ist auch das Ziel.

 

 

16. Mai - Von Männedorf über Hamburg und Zumikon auf die kleine Scheidegg (Adrian Sutter, Radio 1)

Wer Woche für Woche an Wettkämpfen teilnimmt, ohne jemals auch nur den Hauch einer Chance zu haben als Sieger auf dem Podest zu stehen, der muss sich immer wieder dieselbe Frage anhören: Warum? Warum macht man so etwas? Warum nimmst du nicht den Bus oder die Bergbahn?

Genau diese Frage stellt man sich während längeren Läufen immer wieder selbst: Warum in aller Welt tue ich mir das an? Ich könnte jetzt bei einem kühlen Bier die Füsse hochlegen und mir die Bundesliga Konferenz zu Gemüte führen. Ja, man hadert mit seinem Hobby, immer und immer wieder, bis kurz vor dem Ziel. Dann steigt der Puls noch einmal an, man sieht seine mitleidenden Läufer neben sich, wie auch sie das Letzte aus sich rausholen, sich ins Ziel kämpfen um dann überglücklich und stolz die eigene Stoppuhr am Arm drücken und den Lauf beenden. Einmal Im Ziel, , sieht man rundum die Erleichterung in den Gesichtern, welche sich mit der erlebten Anstrengung paart. Genau das ist der Moment, bei der die Antwort nach dem Warum gegeben wird. Es sind die Impressionen, das gemeinsame Ziel sowie die Herausforderung sich eigene Ziele zu stecken und diese auch zu erreichen. Und nicht zuletzt,  sich gemeinsam mit zum Teil fremden Menschen über seine eigene Leistung zu freuen.

Leidend durch Hamburg
Der Hamburg Marathon war mein erstes Jahresziel. Es ging so richtig alles schief, was nur schief laufen konnte. Der Lauf, welcher einer Sigthseeing Tour durch die Hansestadt gleicht, ist etwas vom schönsten, was ich je unter die Füsse genommen habe. 25 Kilometer gingen gut, danach begann das grosse Leiden mit den ersten Krämpfen. Und da war sie auch schon wieder: Die Frage nach dem Warum. Doch die unzähligen Zuschauer am Strassenrand liessen einen gar nicht aufgeben, sie peitschten jeden Einzelnen von uns durch die Strassen bis ins Ziel hinein. Man kam sich zeitweise vor wie bei einer Bergankunft bei der Tour de France, so eng stand die Menschenmasse an der Laufstrecke und sie jubelte jedem einzelnen Läufer, jeder Läuferin zu. Hier nochmals, danke Hamburg! Meine Marathonbestleistung hatte ich bei weitem verfehlt, aber am Ende kam ich doch noch ins Ziel. Ich hatte mein gestecktes Ziel bei weitem nicht erreicht und war trotzdem glücklich. Als der Puls langsam sackte, und ich mich wieder auf den Weg nach Hause machte, hörte ich von weitem die Stimme des Speakers durch die Boxen: „Ihr seid alle Gewinner!“ Genauso fühlte ich mich und tausende andere Läuferinnen und Läufer bestimmt auch. Dennoch nahm ich mir vor, mir wieder neue Ziele zu stecken um die doch vorhandene Enttäuschung zu verdauen. Es soll wieder der Jungfrau Marathon sein, der schönste Berglauf der Schweiz. Aber bis dahin, gibt es noch einige Leidensgeschichten während dem ZKB Zürilaufcup und in den Trainings.

Die Frage nach dem Warum wird auch in Zukunft immer wieder kommen. Und ich werde sie auch in Zukunft nie einfach beantworten können, denn man muss es selbst erleben.




9. Mai - Der Retter in Not (Simon Berginz, Radio Zürisee

Blog Radio Zürisee

Fredi Schmid ist Radio Zürisee-Hörer und ersetzt beim Flughafenlauf unsere Isabelle Meier. Letztere wird natürlich sehr vermisst und wir hoffen immer noch auf ein Comeback. Dennoch scheint Fredi auch ein Glücksfall zu sein für unser Team.

 Er geniesst das Rentenalter auf seine Weise. Fredi Schmid aus Fehraltorf im Zürcher Oberland ist extrem engagiert. Bei ihm läuft immer was, beziehungsweise ER läuft fast immer.

Die ersten Wettkampf-Läufe bestreitet der heute 73-jährige zu Beginn der Achtzigerjahre. Getreu nach Wilhelm Busch: „Ausdauer wird früher oder später belohnt, meistens aber später.“ Dieser Spruch hängt sogar bei Fredi zu Hause an der Wand und er scheint sich zu bewahrheiten. Der ehemalige IT-Spezialist wirkt vital und erinnert vom Auftreten her eher an einen Mitvierziger.

Vom Radioduell hat Fredi als treuer Hörer natürlich immer wieder gehört. Für ihn ist es wieder etwas Neues, etwas das läuft, ein weiteres Abenteuer welches er mit seiner grössten Leidenschaft, dem Laufen, verbinden kann. „Nach der Bekanntgabe bei Radio Zürisee, dass ich beim Flughafenlauf mitmache, hagelte es reihenweise Whatsapp-Nachrichten mit Glückwünschen und netten Reaktionen.“ Wenn das mal keine Motivation ist, am Flughafenlauf den „Jungen“ zu zeigen, wo der Bartli den Most holt.

Somit wird Fredi Schmid am kommenden Flughafen-Lauf für unser Team an den Start gehen. Auch ich (Simon) und Mario sind für unser Team am Start. Wir versuchen dabei natürlich unser Punktekonto gewaltig aufzustocken. Doch gelten die Punkte überhaupt die Fredi für uns erlaufen wird? Und wie schlägt sich Fredi im direkten Duell mit Adi Sutter, der Radio 1 am Flughafenlauf vertreten wird? 

Wir sind gespannt und halten Euch natürlich auf dem Laufenden. Und unserer Isabelle wünschen wir natürlich gute Besserung. Allen anderen Teilnehmern vom kommenden Flughafenlauf diesen Donnerstag gutes Gelingen! Wir sehen uns auf der Strecke.

 

2. Mai - Musikalische Unterstützung - 5 Songs zum (Davon-)Rennen (Dani Wüthrich, Radio 1)

Im Moment muss sich mein Team leider ohne meine läuferischen Qualitäten durchschlagen. 

Um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen und wenigstens mit einem meiner Talente glänzen zu können, versorge ich meine Mitstreiter mit Motivation die direkt ins Ohr geht – und der Bass hoffentlich direkt in die Beine!

Verpass deinem inneren Schweinehund einen musikalischen Tritt in den Hintern! 

Musikalische Unterstützung für jede Lebenslage – zumindest für die Jogger unter uns.
Wovor läufts du davon?

Laufen um frei zu sein
«Born To Run» von Bruce Springsteen:  
We gotta get out while we’re young
And we'll walk in the sun
Baby, we were born to run!


Laufen um anzugeben
«Macho Man» von den Village People:
Every man wants to be a macho man
To have the kind of body always in demand
Joggin' in the mornings, go man go
Workouts in the health spa, muscles grow
You can best believe me
He's a macho man
Glad he took you down with anyone you can


Laufen um wegzulaufen
«Running Kind» von Merle Haggard:
I was born the running kind, leaving always on my mind
Home was never home to me at anytime
Every front door found me open I would find the back door open
There just had tob e a lesson for the running kind


Laufen um zu leben
«The Loneliness Of The Long Distance Runner» von Iron Maiden:
I've got to keep running the course
I've got to keep running and win at all costs
I've got to keep going, be strong
Must be so determined and push myself on


Laufen um fremd zu gehen
«You Call It Joggin‘» in der Version von Jimmy Buffett:
Draggin‘ that silly old towel all over town
You come home grinning with your hair all wet
Smelling like shampoo instead of sweat
You call it joggin‘, I Call it runnin‘ around

24. April - Nach Krankheit direkt an Zürich Marathon City Run (Isabelle Meier, Radio Zürisee)

Wie vielleicht einige von euch mitbekommen haben, war ich in den letzten Tagen nicht wirklich fit. Verdacht auf Angina: Bettruhe. Trotzdem hat mein Kampf- und Teamgeist es nicht zugelassen einen Lauf zu verpassen.

Drei Tage vor dem GP Dübendorf lag ich mit Verdacht auf Angina scheintot im Bett (möglicherweise etwas übertrieben). Am Tag X habe ich mich aber ziemlich fit gefühlt und bin die 10km in prallender Sonne gelaufen bzw. gekrochen. Als zweitletzte (von Allen!) bin ich endlich durchs Ziel gehumpelt.

Die Schinderei hat sich auch gelohnt. Auch mit einer Schlusszeit von 1h27min konnte ich noch Punkte für unser Team Radio Zürisee holen und das war alles, was für mich zählte. Nur wusste ich noch nicht, was mich danach erwarten würde. Am nächsten Tag schlug mich nämlich hohes Fieber und Schmerzen an jeder nur erdenklichen Körperstelle (eventuell wieder etwas übertrieben) zurück ins Bett. Satte zwei Wochen war ich dann arbeits- und somit auch trainingsuntüchtig. Wohlbemerkt - „ich bin suscht nie chrank!“.

Von Anfang an hatte ich im Hinterkopf, dass am 22. April schon wieder der Zürich Marathon City Run anstand und ich doch wirklich wieder trainieren sollte. Daraus wurde aber nichts. Es hatte mich voll erwischt. Dank Antibiotika war ich zum Glück kurz vor dem Lauf wieder relativ gesund. Und so war ich überzeugt, ich könnte auch ohne Training 10km laufen. Denn: Aufgeben und vor allem „mein Team hängen lassen“ ist nicht so mein Ding.

Also stand ich am Sonntagmorgen in der Frühe in Zürich an der Startlinie – bzw. etwa 200 Meter weiter hinten bei Minutenangabe 60plus, man muss sich ja selbst nichts vormachen. Etwas Angst vor dem Lauf hatte ich schon – vor allem weil ich nicht wieder vor dem „Bäsewage“ herlaufen wollte. Aber der Zürich Marathon City Run war anders als jedes Training oder jede andere Lauf den ich bisher hinter mich brachte. Weil: Auf der ganzen Laufstrecke wurden wir angefeuert, Musik ertönte von verschiedenen Ecken und das Wetter war perfekt (vorallem im Schatten). Das Laufen fiel mir so leichter.

Auch wenn ich mit 1h7min nicht gerade eine Bestleistung erbringen konnte, war und bin ich sehr stolz auf mich, dass ich den ganzen Lauf ohne Pause durchziehen konnte. Verdanken tue ich dies vor allem wegen den motivierenden Zusprachen der Zuschauer. Wenn ihr euch also überlegt, bei einem Lauf zuzusehen, wir und alle anderen freuen sich immer über motivierende Zurufe. Jetzt einfach kein Fieber bekommen...

Isabelle Meier mit dem Radio_Duell Team am Zürich Marathon

 

18. April - Laufsportwoche mit grossem Spassfaktor auf Mallorca (Adrian Sutter, Radio 1)

In Anbetracht der Tatsache, dass das Wetter bei uns doch kühler, unberechenbarer und regnerischer sein kann zu dieser Jahreszeit, malte ich mir folgendes aus: Es wär doch schöner bei angenehmen Temperaturen und einer leichter Brise am Meer zu laufen… So habe ich mir das gedacht und so habe ich das getan.

Ende Oktober habe ich an einem Laufwettkampf in Basel einen bunten Flyer mitgenommen. Darauf stand „Laufsportferien in Mallorca“ organisiert von Universalreisen und Megajoule.

Mallorca! Das kannte ich bislang nur von grossen Eimern gefüllt mit Sangria und Bier, letzteres allerdings nicht aus Eimern aber auch nicht aus allzu kleinen Bechern ausgeschenkt. Eine gute Idee dachte ich mir, und meldete mich innerhalb der gewünschten Frist an.

Ohne zu wissen, was mich dort erwartet, aber mit vielen Fragezeichen flog ich nach Mallorca. Noch im Flugzeug überkamen mich Fragen wie:
„Bin ich fit genug? Was, wenn da alles Vollprofis sind? Was sind das eigentlich für Leute, die sich für solche Laufwochen anmelden?“
Es sollte sich bereits am ersten Tag zeigen, dass ich mir diese Gedanken und kleine Sorgen umsonst gemacht habe. Im Hotel traf ich auf offene Laufsportler aus verschiedensten Regionen der Schweiz, mit unterschiedlichem Sporthintergrund und Alter. Das Hotel in Peguera, leicht erhoben auf einem Felsvorsprung über dem Strand, lädt zum Verweilen ein.  Ein Indoorpool, ein Wellnessbereich mit Whirlpool und Sauna, was will man als Hobbysportler mehr?

Bei einem ersten gemeinsamen Beschnuppern, wurde uns die Trainingswoche erklärt:
Laufschule, Intervalltrainings, Longjoggs von 10 bis 35 Kilometer, dazwischen Stretchings, Krafttrainings und auch extensive Fahrtspiele. Für Abwechslung und gleichzeitig Herausforderung war also gesorgt. Die Trainings wurden geleitet von ausgebildeten Laufsportler der Firma Megajoule. Das Team um Dan Uebersax vermochte es mit Humor und Können, uns zu fordern und die selbstgesteckten Ziele auch zu erreichen. Zwischen den Trainings blieb genügend Zeit für Erholung, gutes Essen und gemütliches Beisammensein in den diversen Restaurants der Region Peguera.

Der Austausch beim Essen mit diversen Sportlern, die schon Ziele erreicht haben, (an die man sich selbst nicht einmal wagen würde!),  waren einerseits unterhaltsam, aber auch lehrreich und für mich persönlich vor allem auch motivierend. Man konnte all die Fragen stellen, die man gerne einmal beantwortet haben wollte: Warum läuft man einen 100km Lauf? Über was denkt man da eigentlich nach, wenn man so eine Distanz läuft? Und nicht zuletzt - wie fühlt sich das am nächsten Tag an?

Auch wenn ich die Antworten teils gar nicht wissen wollte, es war eine lehrreiche Woche. Läuferisch konnte ich profitieren und ich habe Menschen kennengelernt, die ich gerne wieder treffe und mit denen ich irgendwo wieder laufen gehen werde. Wer sich also fragt, ob er einmal so eine Laufsportwoche buchen soll, ich persönlich kann es nur empfehlen.

Vieles ist mir in guter Erinnerung geblieben. Wenn man 35 Kilometer hinter sich gebracht hat und sich danach unter verschiedenen Leistungsgruppen austauscht. Wenn man das Glänzen in den eigenen Augen spürt und bei den andern sieht. Diese Mischung aus Erleichterung, Stolz und Freude. Sie ist es, die mich zum Laufen bringt. Einmal mehr habe ich gelernt, dass dem Laufen kaum Grenzen gesetzt sind, ausser denen, die man sich selbst steckt.

Adrian Sutter Radio 1 trainierte in Mallorca für das Radio-Duell

 

11. April - Von 0 auf 190, wie bringe ich meinen Puls runter? (Mario Steiner, Radio Zürisee)

Pulsuhr Radio 1

 

Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte: „Du, am nächsten Wochenende bist du auch dabei am ZKB Lauf!“ - ich hätte losgelacht wie ein Affe, welcher einen Wald voll mit Bananen findet. Nein, ich habe noch keine Erfahrung im Laufsport. Nein, ich habe keine regelmässigen sportlichen Aktivitäten gemacht. Aber ja, es hat sich alles geändert.

Das Radioduell ist für mich der Start zu „mehr Bewegung im Leben“. Und: Mehr Bewegung habe ich seit Anfang von diesem Jahr definitiv. Das erste Mal lief ich an einem Samstagmorgen im Januar los. „Mal schauen wie weit ich komme“, Naja, es war gerade mal ein Kilometer, den ich ohne Unterbrechung joggen konnte. Zum heutigen Zeitpunkt bin ich schon soweit, dass ich über dieses Erlebnis lache. Aber es braucht Disziplin.

Mittlerweile steige ich zwar schon am Morgen früh direkt vom Bett in meine Trainingsschuhe, aber das hat mir bis jetzt auch noch keine Zusatzpunkte gebracht.

Nach meinen zwei ZüriLaufCup-Läufen welche ich beendet habe, blicke ich auf Erfolg und Enttäuschung zurück. Zum einen bin ich froh, dass ich mich zeitlich verbessert habe. Ich bin aber auch enttäuscht über die Zusatzpunkte, welche ich verpasst habe. Für einen Podestplatz im Radioduell hat es noch nicht gereicht. Trotzdem ist dies genau der Reiz an dieser Aufgabe. So schnell wie der Erfolg kommt, so schnell geht er auch wieder. Gewinnen kann ich ja immer noch, aber ich muss jetzt dringend dranbleiben.

Was beim nächsten Lauf (Cityrun Zürich) passieren wird sehen wir dann. Mit oder ohne Zusatzpunkte. Bis dahin werde ich weiter an meinem Ziel arbeiten.

Meine nächste Herausforderung wird es sein, meinen Puls in eine anständige Position zu bringen. Mittlerweile habe ich mich schon an das Piepsen meiner Uhr gewöhnt, welche mich immer wieder daran erinnert, dass meine Pumpe auf einer zu hohen Stufe arbeitet. Bis jetzt bin ich viel zu verbissen weitergelaufen und habe nicht dem Training, sondern meinem Stolz meine Zuneigung geschenkt. Ich wollte mir beweisen, dass ich eine gute Zeit laufen kann. Auch in meinen Lauftrainings, bei welchen ich jeweils um die 8 bis 10 Kilometer unterwegs bin, war meine Durchschnitts-Herzfrequenz noch nie unter 179. Am GP von Dübendorf wurde es mir dann aber doch ein wenig unangenehm. Ich sah, dass meine Herzfrequenz bei 190 liegt.

Mache ich gerade meinen Körper zu einem Wrack mit diesem Radioduell? Wenn ich nichts ändere vielleicht schon. Ich habe bereits bei Freunden gefragt, was ich dagegen tun kann. Die Antwort lautete: „Du sollst nur so schnell laufen, wie es deinem Puls angenehm ist, also so, dass deine Uhr nicht piepst.“

Ich habe schon viele Tipps bekommen. Aber wie ich diese am besten umsetzen kann, weiss ich bis jetzt noch nicht so richtig. Dies wird meine grösste Aufgabe und Sorge sein.

Falls jemand von euch dieses Problem mit dem Puls in den Griff bekommen hat, freue ich mich sehr auf ein Mail an ste@radio.ch.

4. April - Weisses Haar (Marc Jäggi, Radio 1)

Erinnern Sie sich noch an den wunderbaren Gassenhauer von Camillo Felgen „Ich hab Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren“? Nicht? Dann gehören Sie auch der gnadenlosen Generation an, die mit Respekt vor alternden Menschen nicht viel anfangen kann. Da kämpfe ich mich brav und möglichst regelmässig durch die Trainingseinheiten und mache artig um jede zweite sündige Speise einen Bogen und was haben meine um 10 Jahre (SIC) jüngeren Mannschaftskollegen und Gegner für mich übrig? Mitleid (Team Radio 1) und Häme (Team Radio Zürisee). „Er ist wie ZSC Spieler Mathias Seger - vor allem in der Garderobe wichtig!“, sagt mein Mitstreiter Adrian Sutter und lächelt mild. Solche Sätze schmerzen einen 42-jährigen, wie wenn eine begehrte Frau ihren Kolleginnen erzählen würde: „Mit ihm kann man noch gut reden.“ Unter uns! Das Mitleid meiner Team-Kollegen Sutter und Wüthrich schmerzt sogar noch mehr als die Spitzen meiner Gegner. Da musste ich doch kürzlich lesen (..) „Gemessen an der bereits fitten Konkurrenz im Gegnerteam (mal abgesehen von einer Ausnahme), (..) .“ Ich bin also nur noch eine namenlose Klammerbemerkung. Wo bitte bleibt der Respekt vor schneeweissen Haaren? Wenigstens ein: „Für sein Alter macht es der Alte doch gar nicht so schlecht?“ Aber nein. Ich bin in diesem Radio-Duell für das Team Radio Zürisee der Patient den man schlagen muss, und für mein Team Radio 1 der Silberrücken, der halt ein paar Punkte kostet und wenigstens die Kilometer abspulen mag. 


Was die Kids nicht ahnen - der alte Mann hat einen jugendlichen Stolz. So hat er halt auf seinen Italien-Trip über die Ostertage auch die Laufschuhe mitgenommen und den einen oder anderen Trainingskilometer abgespult. Herrlich war er, dieser Trainings-Tapetenwechsel.

Itlo_Trainingsstracke_Marc_Jäggi

Am kommenden Samstag kommt es zum nächsten Duell. Seitens Radio 1 werden Adrian Sutter und der obenerwähnte Silberrücken antraben, bzw. anrollen. Der GP Dübendorf steht auf dem ZKB ZüriLaufCup Kalender. Wir sind gespannt, ob wir die ominöse Dame im Gegnerteam auch mal zu Gesicht bekommen. Eigentlich kann das Radio Zürisee-Team nur ein Team-Komplett-Start vor dem Untergang retten.

Bild Route Radio_Duell

P.S.: Mein Ziel – nicht am Samstag, nicht vor der Sommerpause, aber garantiert danach – den rauchenden Steiner vom Zürisee in Grund und Boden zu laufen und mindestens einmal den Berginz kurz vor dem Zielstrich zu überholen (oder weit vorher). Auf jeden Fall: Meine Rache in diesem Radio-Duell wird grausam sein!

28. März - Den Körper überlisten (Simon Berginz, Radio Zürisee)

Eine Theorie soll mich weiterbringen, stärker und schneller machen. Grundsätzlich war einiges zum Start des Duells ok. Ich weiss aber echt nicht wohin die Reise geht.

Ich habe kürzlich von einer Theorie gehört, die folgendes sagt: Wenn ich mich dick fühle, laufe ich eher Gefahr dicker oder noch dicker zu werden. Vielleicht Humbug, vielleicht nur Theorie, wer weiss.

Ich versuche sie mal beim Laufen und beim Training anzuwenden. Ich sage mir: Das packst du, du bist fit genug! Ich überliste also meinen eigenen Körper, der – um ehrlich zu sein – noch nicht so recht dazu fähig ist, dieses Radioduell erfolgreich zu bestreiten. Aber pssst, falsche Einstellung, ich bin fit! Ziemlich clever, nicht?

Ich will nicht jammern. Der erste Lauf war gar nicht schlecht. Gemessen an der bereits fitten Konkurrenz im Gegnerteam (mal abgesehen von einer Ausnahme). Mit dem eigenen Schnitt war ich zufrieden. Die grosse Enttäuschung kam die Woche darauf. Ich habe versucht eine ähnliche Strecke, mit dem gleichen Schnitt zu laufen... und bin kläglich gescheitert. Voilà!

Den Schnitt konnte ich nicht halten, die Distanz erschien mir ehrlich gesagt doppelt so lang, als sie tatsächlich war. Aber eben, da kommt ja dieses neue Motto. Mich selber stark reden. Ich bin fit! Ich weiss aber, es wird kein Zuckerschlecken, no. Ich muss den Coach fragen, Markus Ryffel wird es wohl wissen.

Ich halte euch auf dem Laufenden, ob dieses „Fitreden“ wirklich was hilft. Ich geh dann mal wieder joggen. Eigentlich mag ich gerade nicht, aber... doch, ich bin fit!

21. März - Wieso, weshalb, warum? (Dani Wüthrich, Radio 1)

Wieso, weshalb, warum?

 „Sir, warum laufen Sie?“
„Wieso laufen Sie?“
„Laufen Sie für den Weltfrieden?“
„Laufen Sie für die Obdachlosen?“
„Laufen Sie für die Rechte der Frauen?“
„Oder für die Umwelt?“
„Oder für die Tierwelt?“
Diese Fragen bekam Forrest Gump zu hören als er im gleichnamigen Film drei Jahre quer durch Nordamerika lief.„Ich hatte einfach Lust zu laufen“. So seine Antwort.
Warum ich laufe? Weil ich‘s kann - wieder!
 

Back to the roots

Vor 27 Jahren, als ich noch jung und knackig war, habe ich begonnen regelmässig Sport zu treiben. Man traf mich bis zu drei Mal wöchentlich beim Judo-Training (oder auf dem Basketballplatz).
Ich liebe den Kampf Mann gegen Mann.
Gibt man nach, bekommt man sofort die Quittung für seine Nachlässigkeit! Man landet unsanft auf der Matte und verliert.
Ja, das Leben ist hart!
Beim Laufen fordert mich der innere Schweinehund.
Körper gegen Geist.
Challenge accepted! 


 
Sport ist (Selbst-)Mord

Judo heisst übersetzt „der sanfte Weg“.
Und trotzdem zog ich mir letztes Jahr beim Zweikampf eine unschöne Verletzung zu.
Bein in die eine Richtung, Körper in die andere Richtung =  Kreuzbandriss.
Als aktiver Sportler war die Marschroute schnell klar.
Der Kimono wurde kurzerhand gegen ein luftiges Spital-Nachthemd getauscht.
Wird schon schiefgehen; die Ärzte haben schliesslich Übung.
Es ist die am meisten durchgeführte Bandoperation am Kniegelenk.
Der Eingriff verlief ohne Komplikationen – die kamen erst später.
Wenige Wochen nach der Operation: Fieber, starke Schmerzen und ein dick geschwollenes Knie.
Dann die Hiobsbotschaft: schwere bakterielle Infektion mit beginnender Blutvergiftung.
Irgendjemand muss ja zu den sechs Prozent der Patienten gehören, welche das Krankenhaus mit einer Infektion verlassen.
Also erneut unters Messer.
Knie auf, Keime raus!
Antibiotika 1 : Staphylokokken 0
Bam!



Leben am Limit

Ob ich beim RadioDuell des ZKB ZüriLaufCups mitmachen will?
Natürlich.
Vielleicht etwas voreilig? Nein, meint der Wettkämpfer in mir.
Nachdem ich nun ein Jahr in Schonhaltung durchs Leben ging, will ich endlich wieder rennen! Und zwar möglichst schnell!
Während ich diesen Bericht schreibe, kühle ich übrigens gerade mein Knie.
Habe ich es vielleicht doch übertrieben am Laufsporttag in Winterthur?

Warum ich laufe? Weil ich’s (noch) kann!

 

 

 

 

 

14. März - Diese Musik hilft mir beim Laufen (Isabelle Meier, Radio Zürisee)

Um „Das Duell des Jahres“ - wie es aus nicht unbedingt vertrauenswürdigen Quellen heisst – zu gewinnen, sind wir, Simon Berginz, Mario Steiner und meine Wenigkeit Isabelle Meier, immer offen für neue Tipps. So habe ich in einer gemütlichen Kaffeepause – in welcher ich natürlich nur Früchte und kein Kuchen gegessen habe – gelernt, dass mir Musik beim Laufen mehr helfen kann als gedacht.

Der Grund, dass man mich bisher noch nicht oft draussen auf dem Feld hat trainieren sehen, liegt nicht etwa daran, dass es mir immer noch zu kalt ist. Nein, ich trainiere da, wo mich niemand von meinen Konkurrenten aus dem Radio 1 Team sehen kann – nicht dass sich jemand noch mein Geheimrezept ertüfteln kann. Aber mit euch werde ich dieses nun teilen.

Unsere liebe Praktikantin, Deborah Bauso, hat ihre Maturarbeit darüber geschrieben, mit welcher Musik man am schnellsten und längsten Laufen mag. Natürlich hat unsere Geschäftsleitung schon früh gewusst, welche Leute wir in unserem Team gebrauchen können. (Sie ist auch sonst super!) Debbi hat mir erklärt, dass ich meine Schrittfrequenz beobachten soll, also im Takt zu meinen Schritten klatschen soll. Meine Liederauswahl sollte diesen Takt dann leicht übertreffen. Das soll mir helfen, keine Seitenstiche mehr zu bekommen und schneller rennen zu können. Das ist übrigens auch der Grund, wieso an einigen Rennen Musik in den Ohren strikt verboten ist.

Es war mir schon vor dem Gespräch mit Debbi klar, dass ich beim Training nur Musik höre, die mir auch gefällt. Aber anscheinend wirkt sich dies sogar auf meine Ausdauer und Schnelligkeit aus. Durch Mischung von Laufen und Musik die ich gerne höre, schüttet mein Körper nämlich das Glückshormon Endorphine aus. Dieses gebe mir dann ein so gutes Gefühl, dass ich vergesse, was ich eigentlich gerade mache.

Mit diesen Tipps habe ich mich – in dieser geheimnisvollen Zeit – intensiv beschäftigt. Obschon die Blicke im Fitness-Center vielleicht etwas störend waren, als ich bei jedem Song mitgeklatscht habe, habe ich nun 10 Lieder gefunden, die perfekt in mein Training passen.

1.    Dirty Sexy Money von David Guetta, Afrojack, Charli XCX, French Montana

2.    People Say von Don Diablo und Paije

3.    Cool von Felix Jaehn, Marc E. Bassy, Gucci Mane

Hier hört ihr das Gespräch mit Deborah Bauso.

Übrigens:
Bald werden wir (Simon Berginz, Mario Steiner und ich) mit unserem Coach Markus Ryffel trainieren. Am 27. März ist unser erstes Training und soweit ich gehört habe, kriegen wir sogar neue Schuhe inklusive komplette Laufschuhberatung von unserem  #CoachRyffel. Mehr dazu erfährt ihr dann später.

Radio-Duell Bild von Smartphone mit Musik

7. März - Die Route(Adrian Sutter, Radio 1)

Denn das Gute liegt oft so nah, oder eben urban:
Als ich vor mehreren Jahren mit dem Laufen begonnen habe, lief ich hauptsächlich entlang der Limmat, der Sihl oder umrandete die Wälder am Stadtrand. Gerade diese beiden Flüsse liefern flache Strecken, bei denen man auch auf kleinen Brücken wenden kann, sollte einem die Puste ausgehen. Die Jahreszeiten wechseln und auch die Flussufer verändern ihre Farben. Die Menschen entlang der idyllischen Strecken, wechseln nicht nur von Sommer- auf Winterbekleidung, nein, es sind völlig andere Menschen unterwegs. Die sich bräunenden Sonnenanbeter in Badekleidung werden durch Outdoor-Wanderer in teurer Funktionsbekleidung ersetzt. Die laute Musik und der latente Geruch nach frisch Gegrilltem verschwindet, bis er dann im nächsten Sommer wieder da ist. Dennoch gibt es gewisse Begegnungen, die sich wiederholen. So treffen immer wieder gewisse Läufer, Jogger, Spaziergänger und Hündeler aufeinander.

Es sind aber nicht nur die Menschen die ich mir eingeprägt habe - es sind auch die Grenzmarkierungen wie Steine, Büsche oder auch Bäume bei denen man exakt weiss, auf welchem Streckenabschnitt man sich gerade befindet. Jedoch gerade bei Longruns will man eigentlich vermeiden zu wissen, an welcher Stelle einer Strecke man sich befindet. Dies waren die Gründe welche mich dazu brachten, nach neuen Laufstrecken zu suchen. Abwechslung musste her und so wurde ich zum Urbanrunner!

Die Stadt, dein Quartier, die Menschen, Restaurants und Shops erkunden:
Ich begann, mich auf die Strassen von Zürich zu begeben. Ziellos lief ich los, um die Häuserecken über die Quartiergrenzen hinaus in andere, mir teils noch unbekannte Quartiere und Strassen. Vorbei an neuen Grenzmarkierungen wie Restaurants, Kaffees und spannenden Shops. Vorbei an Menschen, die entweder vom Arbeitsweg her gezwungen waren rauszugehen oder einfach frische Luft schnappen wollten. Es war eine neue und mir trotzdem bekannte Welt: Die Stadt Zürich, mein Zuhause und mein Umfeld. Normalerweise verkehrte auch ich in der Stadt mit einem Ziel vor Augen und so blieb mir oft verschlossen, was für tolle Sachen es in der Limmatstadt zu sehen gibt. Jetzt hatte ich Zeit, oder besser, ich nahm mir Zeit, mich umzusehen und neues zu entdecken. Neue Restaurants, Shops in denen ich noch nie zuvor war oder Pubs in denen ich unbedingt einmal ein Guinness geniessen wollte.

Vor zwei Jahren kam mir dann die Idee, alle Stadtkreise abzulaufen. Ein Unterfangen, das interessant war und mir neue Erkenntnisse über die Quartiere, aber auch über die Menschen die in ihnen leben brachte. Als passionierter ÖV Benutzer wurde dann die Idee geschaffen, sämtliche Tram und Buslinien der Stadt einmal abzulaufen. Ich begann damit im Sommer 2017 und ich habe dieses Projekt noch nicht beendet. Die eine oder andere Buslinie ist eine rechte Herausforderung, aber es hat den Vorteil, dass man jederzeit den Bus oder das Tram nehmen kann, wenn man nicht mehr laufen will.

Per Bus und Tram zu neuen Herausforderungen:
„Nach Hause laufen geht immer!“, das ist ein Satz, den man oft bei Läufern hört. So setzt man sich in das nächste Tram oder den nächsten Bus, bestimmt seine Endstation und läuft von da nach Hause. Eine weitere wunderbare Art sich „durch die Stadt zu laufen“ und so neue Strecken und Orte zu erkunden.

Die Abwechslung machts:
Am Ende lande ich aber doch immer wieder an den von mir geliebten Laufstrecken entlang der Flüsse und in den Wäldern. Denn was gibt es eigentlich urbaneres als vom Zürichhorn entlang des Sees via Limmat bis zum Kloster-Fahr zu laufen? Vorbei an jonglierenden Künstlern auf der Chinawiese, wartenden Touristen beim Bürkliplatz, an gefüllten Strassenrestaurants am Limmatquai. Vorbei am Oberen Letten, wo jene, die „sehen und gesehen werden wollen“ sich auch tatsächlich treffen. Vorbei an Sprayer, die legal ihre Künste zeigen (den Geschmack der Farbe wird man spätestens wieder los, wenn man nach dem Oberen Letten das kleine Jamaika durchquert, wo einem der Geschmack von Cannabis und Gras auf die nächsten Meter mitgegeben wird). Es wird idyllischer auf dem Kloster-Fahr-Weg, wo man entlang der Limmat diverse Brücken hinter sich lässt bis man zum Kloster-Fahr kommt. Urban und eben doch nicht, aber ziemlich Zürich.

Adrian Sutter Radio 1 beim joggen

 

28. Februar - Barfuss in Winterthur (Mario Steiner, Radio Zürisee)

Bereits diesen Samstag wartet der erste Lauf auf uns - der 49. Laufsporttag Winterthur. Vom Team Radio Zürisee werden Simon Berginz und ich (Mario Steiner) daran teilnehmen. Isabelle schonen wir noch aus rein taktischen Gründen (eventuell ein Bluff - aber vielleicht auch nicht).

Und erst jetzt wird mir persönlich bewusst, auf was ich mich da genau eingelassen habe. Ich habe keine Lauferfahrung - ich habe noch nicht einmal ein paar anständige Laufschuhe - wir haben unseren Coach erst vergangenen Freitag gefunden und hatten noch keine Möglichkeit mit ihm zu trainieren vor dem Laufsporttag Winterthur. Was nun? Soll ich barfuss gehen? Werde ich die Ziellinie überhaupt sehen? Ein bisschen trainiert habe ich ja eigentlich - aber ob das wirklich was genützt hat? 

Was ganz klar ist: Unsere Motivation stimmt. Wir freuen uns auf diese Aufgabe und wir werden während des ganzen ZKB ZüriLaufCup noch viel dazulernen. Ich bin auch gespannt wie ich mich persönlich entwickle und wieviel mir die Tipps von unserem Coach (#CoachRyffel) helfen werden? Ich für meinen Teil rechne fest mit einem Streckenrekord von mir an einem der für uns wichtigsten Rennen am Greifensee am Ende der Saison. Dort möchte ich mindestens mit der Weltelite mithalten (tönt komisch - ist aber so). Apropos: Wenn ich das Ziel in Winterthur erreiche, ist das ja schon mal eine persönliche Jahresweltbestzeit oder? 

Falls Ihr (liebe Leser) am Samstag ebenfalls am Start seid - ich freue mich natürlich über aufmunternde Worte unterwegs, während ihr mich alle überholt. Und ja - der Lauf in Winterthur wird ein Sprung in’s kalte Wasser. Ebenso freue ich mich unsere Konkurrenten von Radio 1 persönlich anzutreffen. Seitens Radio 1 gehen ja mit Adrian Sutter, Marc Jäggi und Dani Wüthrich gerade alle drei an den Start. Das zeigt deutlich, wie gross die Angst und der Respekt vor unserem Team Radio Zürisee ist. (Das vermute ich einfach mal so.)

Genug der Worte - lassen wir den Worten Taten folgen. Am Samstag geht’s los - und bereits kommende Woche werden wir dann unser erstes offizielles Training mit dem ehemaligen Weltklasse-Läufer und Olympiamedaillengewinner (Los Angeles 1984) Markus Ryffel absolvieren. Ebenso werden wir unsere Ausrüstung fassen und sind dann hoffentlich für kommende Läufe noch besser vorbereitet. 

Bis Samstag in Winterthur!

Isabelle Meier mit Markus Ryffel
Radio Zürisee Teammitglied Isabelle Meier mit Coach Markus Ryffel

19. Februar - Ready Steady Go (Marc Jäggi, Radio 1)

Es ist das spektakulärste Duell des Jahres (nur leicht zugespitzt). Je ein Team der beiden Privatsender Radio 1 und Radio Zürisee laufen gegeneinander und versuchen im Rahmen des ZKB ZüriLaufCup möglichst viele Wettkampf-Kilometer, möglichst schnell abzuspulen und damit natürlich möglichst viele Punkte zu sammeln! Sie als Leserin und Leser, Hörerin und Hörer dürfen sich dabei zurücklehnen und den erbitterten Kampf (nur leicht zugespitzt) auf unseren Kanälen geniessen. Selbstverständlich liefern unsere Läuferin und die Läufer aber auch wertvolle Erfahrungsberichte, lassen Experten zu Wort kommen und übermitteln Ihnen so spannende Informationen für die eigenen Joggingrunden. Und falls wir Sie sogar dazu inspirieren können, den Laufsport für sich selber zu entdecken, dann hat sich das Radio-Duell mehr als gelohnt.

Das Team Radio 1 besteht aus Moderator Dani Wüthrich, Redaktor Adrian Sutter und mir (Kampfname: Der Alte - nicht zugespitzt). Beim Team Radio Zürisee kämpfen die Moderatorin Isabelle Meier und die beiden Moderatoren Simon Berginz und Mario Steiner um Punkte. Über den Formstand meines Teams breite ich aus taktischen Gründen das Tuch des Schweigens aus. Nur soviel: Verhandlungen mit der russischen Olympiadelegation über ein ausgeklügeltes Dopingprogramm sind gescheitert. Wir sind also zum harten Training verdammt. Wer jetzt verständlicherweise einwirft, dass Team Zürisee mit einer Frau im Team doch arg benachteiligt sei, dem rufe ich zu: Gemach Hinterwäldler! A) Frauen mischen an den Läufen des ZüriLaufCup oft vorne mit und lassen das “starke” Geschlecht nicht selten auf der Strecke verdursten und B) das Team Radio 1 hat sich mit mir einen übergewichtigen Senior ins Team geholt und sich damit selber massiv geschwächt. Sie werden in den nächsten Kolumnen bestimmt auch die psychologische Kriegsführung von Team Zürisee erleben. So gesehen habe ich nur ein bisschen vorgelegt. Es wird auf jeden Fall spannend.

Zurück zu den Fakten: Holen kann man sich die begehrten Punkte bei den 13 Läufen des ZKB ZüriLaufCup. Jeder Kilometer gibt einen Punkt, ebenfalls gewertet werden die schnellsten drei Zeiten. Wer nach dem letzten Lauf am 30. September am meisten Punkte auf dem Konto hat, gewinnt das Radio-Duell und wird eine ganze Morgenshow lang vom unterlegenen Team verwöhnt. 

Lernen Sie die Teams kennen, tauchen Sie ein in die Faszination Laufsport, geniessen Sie das Duell oder machen Sie sogar mit und begleiten Sie Ihr Lieblings-Team beim Training oder beim Wettkampf. Sie finden uns. Auf www.radio1.ch oder www.radio.ch und natürlich auch auf den Facebook-Seiten von Radio 1 und Radio Zürisee.


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