Korrespondenten
Christoph von Marschall, Washington
«Radio 1, weil Amerika auch nach Kolumbus für Entdeckungen gut ist.»
Christoph von Marschall lebt und arbeitet seit Sommer 2005 in Washington DC. Er gilt als der beste deutschsprachige Kenner des US-Präsidenten Barack Obama und seiner Ehefrau Michelle. Zwei Jahre begleitete er die Obamas im Wahlkampf. Nach ihrem Einzug in das Weisse Haus beobachtet er das Präsidentenpaar weiter aus nächster Nähe. Bereits 2007 verfasste er eine Biographie des heutigen Präsidenten: «Barack Obama. Der schwarze Kennedy». Sie wurde in fünf Sprachen übersetzt und liegt 2009 in einer komplett aktualisierten Neuausgabe vor. Im Herbst 2009 folgt «Michelle Obama: Ein Amerikanischer Traum»: die erste Biographie, die zugleich ihre Auftritte als schwarze First Lady, ihre Vorbildrolle als Mutter und Managerin sowie die Schwerpunkte ihrer Amtsführung beschreibt. Seine Bücher erscheinen im Orell Füssli Verlag, Zürich.
Marschall wurde 1959 in Freiburg geboren und wuchs in Frankfurt am Main auf. Nach Abitur und Wehrdienst studierte Marschall Osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaften in Freiburg, Mainz und Krakau. Er promovierte über Polens Nationalitätenfrage in der Habsburger Monarchie. Seine journalistische Karriere begann 1989 bei der Süddeutschen Zeitung. Er berichtete aus Ungarn über die Massenflucht der DDR-Bürger in den Westen sowie den Sturz des Kommunismus in Rumänien und Bulgarien. 1991 wechselte er zur führenden Berliner Zeitung «Der Tagesspiegel», wo er viele Jahre die Meinungsseite leitete und die Integration der vom Kommunismus befreiten Staaten Ostmitteleuropas in die Nato und die Europäische Union begleitete. Er ist häufiger Kommentator im Deutschlandfunk, Autor politischer Feuilletons im Deutschlandradio, schreibt für «Die Zeit», das Magazin «Cicero» und die «Atlantic Times». 2005 wurde er USA-Korrespondent und Büroleiter Washington des «Tagesspiegel».
Marschalls journalistische Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet. 2002 erhielt er den Deutsch-Amerikanischen Kommentarpreis für seinen vorausschauenden Kommentar zu den Anschlägen vom 11. September 2001 und deren Folgen für Amerikas Aussenpolitik. 2005 folgte der deutsch-polnische Journalistenpreis für eine Reportage über Skierbieszow, den Geburtsort des Bundespräsidenten Horst Köhler. Im gleichen Jahr wurde ihm der Verdienstorden der Republik Polen für seine Verdienste um die deutsch-polnische Aussöhnung verliehen.






